TU Darmstadt und HLP starten Forschungsprojekt: Wissensmanagement auf dem Shopfloor

Eschborn, 12. April 2019

Mit Empfehlungssystemen auf bereits gelöste Probleme zugreifen.

 „Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß“ ist ein vielzitierter Spruch vom damaligen Vorstandschef. Auch 25 Jahre Digitalisierung später ist schlechte Verbreitung und Auffindbarkeit von gemachten Erfahrung immer noch ein weit verbreitetes Problem. Häufig mangelt es an Struktur,  Bereitschaft und Technologie Wissenselemente zu dokumentieren – und dann auch noch im richtigen Moment wiederzufinden. HLP verfolgt nun gemeinsam mit dem PTW im Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Darmstadt (MiT 4.0) einen neuen auf künstlicher Intelligenz basierten Ansatz: In der Problemlösung im Unternehmen entsteht viel Wissen, dass sich kleine Teams über einen Prozess oder ein Merkmal aneignen. Häufig werden während der Bearbeitung auch Dokumente erstellt: z.B. 5D/8D/A3-Reports, Fehlerprotokolle, etc. Diese Reports sind zwar in der Regel irgendwo gespeichert – aber nicht so, dass sie für die Zukunft nutzbar sind. HLP und das PTW versuchen nun auf diese prozessbegleitende, nicht extra zu erstellende Dokumentation von Wissen mit Empfehlungssystemen zuzugreifen. Das bedeutet, dass Beschäftigte, die ein Problem melden, schon während des Eintippens der Problembeschreibung, alle ähnlichen, bereits bearbeiteten Probleme angezeigt bekommen. Die dafür nötige Datenstruktur und Organisation sowie der Nutzen eines solchen Systems werden mit mittelständischen Partnern erarbeitet. Das Ergebnis können Sie ab dem Spätsommer bei HLP und in Veranstaltungen des MiT 4.0 erleben.